Erfindertag 2000

04.09.2000 -

Rund ums Patent

Fast 70 interessierte Magdeburger trafen sich Ende Juni 2000 an der Universität zum "Erfindertag 2000", einer vom Institut für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen gemeinsam mit dem Patentinformationszentrum (PIZ) und der ESA Erfinderzentrum Sachsen-Anhalt GmbH organisierten Informationsveranstaltung zum Erfinderwesen. Der Magdeburger Bezirksverein des VDI trat als Sponsor auf.

Prof. Dr. Helmut Tschöke eröffnete die Veranstaltung und führte aus, dass Sachsen-Anhalt in den vergangenen sieben Jahren bei den Patentanmeldungen bezogen auf die Bevölkerungszahl in Deutschland an drittletzter Stelle lag. Ein Beitrag zur Veränderung der Situation solle dieser "Erfindertag 2000" sein.

Auch die folgenden drei Redner, der Prorektor für Forschung, Prof. Dr. Peter Wieacker, der Abteilungsleiter im Kultusministerium, Dr. Christoph Helm, und der Landesvertreter des VDI Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Klaus Hoppe, hoben in ihren Grußworten die Bedeutung der Veranstaltung für das Erfinderwesens und damit für die Stärkung der Wirtschaftskraft des Landes hervor.

In den anschließenden Vorträgen machten Patentfachleute die Zuhörer mit den vielfältigen Aspekten von Schutzrechten bekannt. Patentanwalt Günter Leinung gab eine Einführung in das Patentrecht und erläuterte die wichtigsten Begriffe. Der Marketingfachmann Dr. Jürgen Maretzki von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft legte sehr anschaulich die Bedeutung von Marken als Faktor für den Produktionserfolg dar. Über die Rechte und Pflichten der Erfinder in den Betrieben und Hochschulen informierte Dr. Klaus Hundt von der Patentstelle der Uni. Wolfgang Weigler vom PIZ zeigte mittels Computer, wie man im PIZ alles über Patente und Marken in Erfahrung bringen kann. Zum Abschluss ging Dr. Volker Fischer, ESA, auf die pekuniäre Seite des Erfindens ein und erläuterte die Möglichkeiten der Erfinderförderung in Sachsen-Anhalt.

Danach ging es im kleineren Kreis weiter mit Erfahrungsberichten erfolgreicher Erfinder. Sie kamen sowohl aus dem Bereich der Hochschulen mit ihren spezifischen Bedingungen für das Erfinderwesen, als auch aus der Wirtschaft. Die typischen Probleme der Erfinder kamen hier zur Sprache. Dabei wurde auch nicht mit Kritik gespart.

Die Fachreferenten antworteten auf Fragen und gaben manche zusätzliche Information z.B. zur Anerkennung von Erfindungen an Hochschulen und zur Problematik der Erfindungen bei Drittmittelprojekten.

Diese Informationsveranstaltung sollte wiederholt werden, so das Fazit der Organisatoren.


Autor:in Dr. Hanns-Erhard Heinze

Letzte Änderung: 04.09.2000 -
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