Von Allergie bis Zyste

50. Medizinischer Sonntag – Interesse ist anhaltend groß

Seit nunmehr sechs Jahren gibt es in Magdeburg wieder regelmäßig einen Medizinischen Sonntag. Diese gemeinsame Veranstaltungsreihe von Urania, Volksstimme und Universitätsklinikum wurde in Anlehnung an die frühere Tradition der Medizinischen Sonntage in der Elbestadt neu gestartet mit dem Versuch, dieser Bildungsveranstaltung für ein breites Publikum ein modernisiertes Format zu geben. Dies gelingt mit Erfolg seit mittlerweile 50 Veranstaltungen.

Plätze oft knapp

Das Interesse an medizinischen Themen, populär vorgetragen von renommierten Wissenschaftlern und Ärzten, ist nach wie vor ungebrochen. Der Hörsaal 3 im Gebäude 50 in der Großen Steinernentischstraße ist als Veranstaltungsort aufgrund seiner günstigen Verkehrsanbindung im Stadtzentrum optimal. Manchmal wird es allerdings aufgrund des großen Besucherandrangs etwas knapp mit den Plätzen. Darauf hat sich der Hausmeisterdienst mittlerweile eingestellt und holt dann zusätzlich Stühle aus anderen Seminarräumen. Kosten entstehen für die Besucher nicht, denn die Referenten erhalten kein Honorar und die Universität stellt diesen technisch auf dem neuesten Stand ausgestatteten Vorlesungshörsaal kostenlos zur Verfügung. Was mit den Sonntagsveranstaltungen am 18. Oktober 1959, also vor fast einem halben Jahrhundert, begonnen und im Juni 2000 wiederbelebt wurde, ist ein anschauliches Beispiel für eine Veranstaltungsreihe, die sich in der Öffentlichkeit als gern genutztes Forum zur Wissensvermittlung bewährt.

Mit Partnern

Getragen wird der Medizinische Sonntag durch die Zusammenarbeit mehrerer Partner. Zum einen ist es die Urania, ein Verein, der 1894 in Magdeburg mit der Zielstellung der Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse in den breiten Schichten der Bevölkerung gegründet wurde und sich bis heute diesem Anliegen widmet. Unverzichtbar als weiterer Partner in dieser Runde ist neben dem Universitätsklinikum die Volksstimme, die mit einer ausführlichen Berichterstattung die Themen ankündigt, die Ärzte vorstellt und die Veranstaltungen auswertet.

Der Medizinische Sonntag soll und kann zwar nicht das Gespräch mit dem behandelnden Arzt ersetzen, aber er kann grundsätzlich und kompetent über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmethoden informieren. Schätzungsweise 10 000 Menschen haben in den vergangenen sechs Jahren an den Veranstaltungen teilgenommen. Viele kommen regelmäßig, etwa 20 Prozent sogar aus dem weiteren Umkreis wie der Altmark und dem Burgenlandkreis, ergab eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Magdeburg-Stendal. Im März 2006 fand der Medizinische Sonntag nun bereits zum 50. Mal statt. Von Augenerkrankungen bis zu Sodbrennen, Venenleiden und Therapien gegen Schmerzen reichten bislang die Themen. Auf dem Programm stehen als nächstes neurologische Erkrankungen, Riechstörungen, künstliche Gelenke, Ästhetik der Haut und Knochenbrüche im Kindesalter. Themenvorschläge sind erwünscht.


Autor:in K.S.

Letzte Änderung: 26.05.2006 -
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