Gemeinsam Zukunft gestalten: Strategische Kooperationen und Hochschulentwicklung gebündelt
Mit der neuen Stabsstelle „Strategische Partnerschaften und Hochschulentwicklungsprojekte“ schafft die OVGU eine zentrale Schnittstelle, um Zukunftsthemen der Universität strategisch zu bündeln und bereichsübergreifend voranzubringen. Im Interview spricht die Leiterin der Stabsstelle Stefanie Thärig über die Ziele der neuen Stabsstelle, aktuelle Projekte und die Bedeutung strategischer Partnerschaften für die weitere Entwicklung der Universität.
Warum wurde die neue Stabsstelle eingerichtet und was ist ihr Kernauftrag?
Mit der neuen Stabsstelle werden Aufgaben, die bislang an verschiedenen Stellen zusätzlich wahrgenommen wurden, strategisch gebündelt und professioneller begleitet. Die Universität befindet sich derzeit in einer Phase intensiver Transformation – etwa durch Themen wie Internationalisierung, nachhaltige Campusentwicklung, neue Formen der Zusammenarbeit sowie die Erneuerung des Hochschulentwicklungsplans. Viele dieser Entwicklungen erfordern eine enge Abstimmung über Organisationsgrenzen hinweg.
Die Stabsstelle unterstützt die Hochschulleitung dabei, strategische Entwicklungsprozesse zu koordinieren, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und zentrale Zukunftsthemen der OVGU nachhaltig zu begleiten. Dazu gehören unter anderem der Ausbau strategischer Partnerschaften mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die Zusammenarbeit mit universitätsnahen Gesellschaften und Stiftungen sowie Themen wie Beteiligungsmanagement und Sponsoring.
Stefanie Thärig (Foto: Jana Dünnhaupt)
Welche Themen und Projekte begleiten Sie aktuell?
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt derzeit auf dem DAAD-geförderten Projekt zur Integration internationaler Talente in Studium, Region und Arbeitsmarkt. Dabei verfolgt die OVGU einen ganzheitlichen Ansatz entlang der gesamten „Customer Journey“ – vom Onboarding internationaler Studierender bis hin zum erfolgreichen Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit Unternehmen und weiteren Partnern aus Sachsen-Anhalt wird daran gearbeitet, internationale Talente frühzeitig zu vernetzen und ihnen gute berufliche Perspektiven in der Region zu eröffnen.
Darüber hinaus begleitet die Stabsstelle die Erarbeitung und Umsetzung des neuen Hochschulentwicklungsplans. Dabei geht es unter anderem um eine stärkere Vernetzung innerhalb der OVGU sowie um den Ausbau von Kooperationen in der Region und auf internationaler Ebene, um Forschungsprofile und Potenziale der Universität klarer sichtbar zu machen. Auch der akademische Mittelbau soll dabei stärker in den Fokus gerückt werden – etwa mit Blick auf transparente Entwicklungswege und Beteiligungsmöglichkeiten.
Welche Rolle spielen strategische Partnerschaften für die OVGU?
Strategische Partnerschaften sind für die OVGU ein wichtiger Baustein, um Zukunftsfragen gemeinsam mit anderen Akteurinnen und Akteuren gestalten zu können. Dazu zählen Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen, gesellschaftlichen Partnern sowie mit der Stadt und der Region. Viele Zukunftsfragen – etwa Fachkräftesicherung, Internationalisierung, Nachhaltigkeit oder Transfer – können nur gemeinsam gestaltet werden.
Gerade unter den aktuellen Rahmenbedingungen werden gute Partnerschaften, abgestimmtes Handeln und das Bündeln von Ressourcen immer wichtiger. Die OVGU baut deshalb ihren Weg aus, sich noch stärker zu vernetzen und gemeinsam Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklungen zu übernehmen – ganz im Sinne ihres Leitgedankens „Zusammen die Welt neu denken“.
Was ist Ihnen für die Zusammenarbeit innerhalb der OVGU besonders wichtig?
Viele der Themen, vor denen Universitäten aktuell stehen, lassen sich nur gemeinsam gestalten. Deshalb ist mir wichtig, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Austausch sowie Beteiligung zu ermöglichen.
Die Stabsstelle versteht sich dabei vor allem als unterstützende und koordinierende Schnittstelle zwischen Hochschulleitung, zentralen und dezentralen Bereichen sowie externen Partnerinnen und Partnern. Mitarbeitende sollen ihre Erfahrungen, Ideen und Bedarfe einbringen können, damit gemeinsam tragfähige Lösungen für die weitere Entwicklung der OVGU entstehen.
Vielen Dank für das Gespräch.