Tragende Wellen auf dem Campus – „Schwimm Kultur“ stellt sich vor
"Learn to swim. Stay connected. Feel good. Be home." – Das ist das Motto des Projekts „Schwimm Kultur“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dessen faszinierende Ausstellung frisch in das 1. Obergeschoss der Universitätsbibliothek eingezogen ist. Es lohnt sich, in die Inhalte tiefer einzutauchen, denn das Projekt geht weit über den Schwimmsport hinaus. „Schwimm Kultur“ verbindet auf besondere Weise Begegnung, Bewegung sowie Integration und rückt dabei die Erfahrungen internationaler Studierender in den Mittelpunkt.

Das Projekt „Schwimm Kultur“ der Uni Magdeburg stellt sich in einer Ausstellung im 1. Obergeschoss der Universitätsbibliothek vor. (Foto: Carina Kröber)
Was zunächst wie ein klassischer Schwimmkurs wirkt, entpuppt sich schnell als vielschichtige Initiative mit gesellschaftlicher Relevanz. „Schwimm Kultur“ entstand aus dem Wunsch heraus, Studierende aus aller Welt nicht nur beim Erlernen einer lebensrettenden Fähigkeit zu unterstützen, sondern ihnen zugleich das Ankommen und Wohlfühlen in einer neuen Umgebung zu erleichtern. Gerade internationale Studierende stehen häufig vor zusätzlichen Herausforderungen: bürokratische Hürden, neue Kultur, neue Sprache und nicht zuletzt das Gefühl, sich in einem neuen Alltag erst einmal orientieren zu müssen. Genau hier setzt das Projekt an.
Die Ausstellung gibt einen lebendigen Einblick in diese Arbeit. In mehreren thematischen Bereichen werden die Entwicklungen, Hintergründe und Ziele von „Schwimm Kultur“ anschaulich dargestellt. Besucher*innen erfahren, wie aus einer Idee während der Pandemie eine wachsende Gemeinschaft entstanden ist, die heute Studierende aus über 14 Nationen miteinander verbindet. Dabei wird deutlich, dass es nicht nur um Bewegung und Technik im Wasser geht, sondern vor allem um gemeinsames Lernen, Mut und Vertrauen.
Die Menschen hinter dem Projekt
Ein besonderer Fokus liegt auf den Menschen hinter dem Projekt. Erfahrungsberichte, Persönliche Stimmen und Zitate machen sichtbar, wie prägend die Mitwirkung für viele ist. Für einige bedeutet das Schwimmenlernen die Überwindung von Ängsten, für andere ist es der Einstieg in neue Freundschaften oder ein Stück neu gewonnene Selbstständigkeit. Ergänzt werden diese Perspektiven durch kreative Arbeiten von Kursteilnehmenden, die ihre Eindrücke künstlerisch verarbeitet haben und der Ausstellung eine sehr persönliche Note verleihen.
Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung auch die Rolle von Sport als Motor für Integration. Sie zeigt, wie gemeinsame Aktivitäten Barrieren abbauen, Begegnungen schaffen und Zugehörigkeit fördern können. „Schwimm Kultur“ wird so zu einem Raum, in dem Austausch selbstverständlich und Vielfalt aktiv gelebt wird.

Thematische Bereiche stellen die Entwicklungen, Hintergründe und Ziele von „Schwimm Kultur“ anschaulich dar. (Foto: Carina Kröber)
Nicht zuletzt erhalten Ausstellungsbesucher*innern auch Einblicke in die Praxis: Trainingsabläufe, Veranstaltungen und begleitende Angebote werden vorgestellt und durch visuelle Eindrücke ergänzt. Ein Kurzfilm sowie weitere mediale Inhalte eröffnen zusätzliche Perspektiven auf das Projektgeschehen und lassen die Dynamik der Community spürbar werden.
Die Ausstellung richtet sich ausdrücklich auch an alle Angehörige der Universität. Sie bietet die Gelegenheit, das studentische Leben aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und ein Projekt zu entdecken, das Engagement, gesellschaftliche Verantwortung und Innovation auf eindrucksvolle Weise vereint. „Schwimm Kultur“ zeigt, wie aus einer Idee ein Ort der Begegnung entstehen kann – ein Ort, an dem Menschen nicht nur schwimmen lernen, sondern auch ankommen.
TEXT: Carina Kröber