Erste Hilfe als Brücke in den Studienalltag

Universitätsbibliothek unterstützt internationale Studierende mit englischsprachigem Kursangebot

 

Die Universitätsbibliothek war Ende Mai 2026 Veranstaltungsort eines besonderen Angebots für internationale Studierende. Erstmals fand dort ein englischsprachiger Erste-Hilfe-Kurs statt, der speziell auf die Bedürfnisse internationaler Studierender ausgerichtet war. Der Kurs ermöglichte den 24 Teilnehmenden, eine wichtige Voraussetzung für den Erwerb des Führerscheins in Deutschland zu erfüllen – ein Schritt, der für viele nicht nur mehr Mobilität, sondern auch mehr Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag bedeutet.

 

Entstanden ist das Angebot durch die Zusammenarbeit der Direktion mit dem studentischen Senatsmitglied Maneesh Murukan, die gemeinsam die Organisation und Umsetzung koordinierten. Ziel war es, ein niedrigschwelliges und zugängliches Angebot zu schaffen, das sprachliche Hürden abbaut und internationale Studierende gezielt unterstützt.

Mit einem englischsprachigen Anbieter wurde schließlich ein passender Kooperationspartner gefunden. Besonders hervorzuheben ist dabei der Trainer des Kurses: Ali Al Baouli, selbst Student an der OVGU und angehender Mediziner, leitete die Veranstaltung neben seinem Studium mit großem Engagement. Dadurch entstand eine besondere Lernatmosphäre, die von Nähe und gegenseitigem Verständnis geprägt war. Ein Student unterrichtet andere Studierende – dieses Prinzip des Peer Learning schafft Vertrauen, erleichtert den Austausch und stärkt das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Universität.

 

Nicht nur reine Wissensvermittlung, sondern auch soziale Integration und aktive Teilhabe 

Gerade internationale Studierende stehen im Studienalltag häufig vor zusätzlichen Herausforderungen. Neben organisatorischen Fragen müssen sie sich in einem anderen Bildungssystem, einer neuen Sprache, und oft auch in ungewohnten bürokratischen Abläufen zurechtfinden. Angebote wie der Erste-Hilfe-Kurs dienen demnach nicht nur der reinen Wissensvermittlung, sondern fördern ebenfalls Orientierung, soziale Integration und damit aktive Teilhabe am universitären Leben.

Dass die Veranstaltung in der Universitätsbibliothek stattfand, ist dabei kein Zufall. Die UB versteht sich längst nicht mehr nur als Ort des Lernens und der Literaturversorgung, sondern zunehmend auch als Raum der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft. Mit barrierearmen Unterstützungsangeboten, kooperativen Projekten und offenen Lernräumen schafft sie Möglichkeiten, Studierende miteinander zu vernetzen und sie in unterschiedlichen Lebenslagen zu begleiten.

Der Erste-Hilfe-Kurs zeigt beispielhaft, wie „Teaching Libraries“ über klassische Lehrangebote hinaus wirken können- durch Engagement, Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel, internationale Studierende im Studienalltag praktisch zu unterstützen und willkommen zu heißen.

AUTORIN: Carina Kröber

Letzte Änderung: 15.07.2026 -
Ansprechpartner: Webmaster