Der Kunst geöffnet
Theater und Film als Medien für Studierende
Mit ihren Unterschriften unter eine Kooperationsvereinbarung besiegelten Ende Januar 1999 Vertreter der Universität, der Freien Kammerspiele Magdeburg und der Werkleitz-Gesellschaft eine intensivere Zusammenarbeit. Seitens der Universität sind zunächst der Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik, der Lehrstuhl für Computergraphik und interaktive Systeme sowie das Audiovisuelle Medienzentrum (AVMZ) konkret eingebunden.
Ressourcen bündeln
Mit der Vereinbarung sind die bisherigen Kontakte zwischen den drei Einrichtungen festgeschrieben worden. Durch diesen Dreierverbund können aber auch neuartige Beziehungen zwischen klassischen und modernen Medien aufgebaut werden.
Peter Zorn vom Vorstand der Werkleitz-Gesellschaft sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt in Richtung Öffnung der Wissenschaft und Lehre für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kunst.
Prof. Dr. Winfried Marotzki, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik und einer der Initiatoren, erläutert die inhaltlichen Schwerpunkte der Kooperation: Zum einen gehe es darum, die verschiedenen technischen Ressourcen, die Theater, Filmwerkstatt und Universität böten zusammenzuführen. Zum anderen könnten durch das entstehende Netzwerk Kontakte zu Filmschaffenden und Theatermachern geknüpft werden, um sie für die Mitgestaltung von Veranstaltungen zu gewinnen.
Die Freien Kammerspiele werden mit dieser Vereinbarung nicht nur zum Ort gemeinschaftlicher ästhetischer Rezeptionsereignisse, sondern gleichsam zum "Seminarraum" und zum "Labor" für unterschiedliche theoretische und künstlerische Vorhaben. Einmal im Jahr, so die Idee, sollen die Arbeiten von angehenden Computervisualisten in den Kammerspielen einem breiteren Publikum präsentiert werden. Auch das filmtheoretische Forum trifft sich in den Räumen des Jugendtheaters.
Kompetente Partner
An eigene (Video-)Filmproduktionen können sich die Studierenden, durch das AVMZ ausgerüstet mit Technik und unter fachkundiger Beratung durch die Mitarbeiter des Medienzentrums und die Mitglieder der Werkleitz-Gesellschaft, wagen.
Die Werkleitz-Gesellschaft hat ihren Namen nach einem kleinen Dorf in der Nähe von Barby, in dem sie seit ihrer Gründung 1993 ihre Werkstätten hat. Sie unterstützt Künstler und Medienschaffende bei der Verwirklichung ihrer künstlerischen Projekte in den Bereichen Video, Film, Internet, Multimedia, Bildende Kunst und Elektronische Publikationen.