Mit Eucken-Preis geehrt

15.11.1999 -

Verfahrenstechniker Professor Kai Sundmacher

Die Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen im Verein Deutscher Ingenieure (GVC/VDI) hat Professor Dr. Kai Sundmacher von der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik, mit dem diesjährigen Arnold-Eucken-Preis geehrt. Die GVC verleiht diesen Preis für hervorragende technisch-wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik. Der Preis wurde Ende September 99 anläßlich der Jahrestagung der deutschen Verfahrensingenieure in Leipzig überreicht.

Professor Sundmacher erhielt die Auszeichnung für seine grundlegenden Arbeiten zur Entwicklung integrierter chemischer Prozesse sowie für seine wegweisenden Beiträge zur elektrochemischen Verfahrenstechnik. Seine Experimente und theoretischen Untersuchungen haben den Entwurf neuer Prozesse zur Gewinnung der Kraftstoffether MTBE, TAME und ETBE, die in bleifreien Otto-Kraftstoffen eingesetzt werden, ermöglicht. Diese Prozesse basieren auf dem Verfahren der katalytischen Destillation.

Seine wissenschaftliche Ausbildung erhielt der Preisträger an den Universitäten in Hannover, Clausthal und Braunschweig sowie an der University of Newcastle-upon-Tyne in Großbritannien. Nach Promotion und Habilitation an der TU Clausthal leitete er ab Oktober 1998 die Forschungsgruppe für Physikalisch-Chemische Verfahren am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg. Am 1. Oktober 1999 übernahm er den neu gegründeten Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik in der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik.

Künftige Forschungen

Die Schwerpunkte der zukünftigen Forschungsarbeiten möchte der Preisträger im Bereich der Analyse und Synthese komplexer verfahrenstechnischer Prozesse setzen. Insbesondere sollen reaktive Trennverfahren, Brennstoffzellen-Systeme und Partikelbildungsprozesse untersucht werden. Das Forschungskonzept des Lehrstuhls sieht nun eine konsequente Verzahnung modelltheoretischer Arbeiten mit experimentellen Forschungsansätzen vor. Professor Sundmacher hofft nach der Übernahme des Lehrstuhls nun auf eine schnelle Zuweisung angemessener Laborräume für seine Versuchsapparaturen. Zunächst wurden lediglich 60 qm Laborfläche in Aussicht gestellt. Vergleichbare Lehrstühle an konkurrierenden Hochschulen verfügen im Schnitt über 300 bis 450 qm im Laborbereich. Auch vor diesem Hintergrund ist die Errichtung eines Neubaus für die Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik dringend erforderlich.


Autor:in PM

Letzte Änderung: 15.11.1999 -
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