Forschungsförderung
Höchster Einzelbetrag ging an unsere Universität
Kultusminister Dr. Gerd Harms hat Anfang Oktober 99 für 45 förderungswürdige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Mittel in Höhe von acht Millionen Mark bewilligt. Aus insgesamt 112 Anträgen haben unabhängige Gutachter die Projekte ausgewählt. Vornehmlich Nachwuchswissenschaftler erhalten für durchschnittlich zwei bis drei Jahre eine Förderung.
Verschiedenste Projekte
Die meisten wissenschaftlichen Themen werden an den beiden Universitäten des Landes bearbeitet. Die höchste Einzelfördersumme erhielt der Projektantrag von Prof. Dr. Wolfgang Schröder-Preikschat vom Institut für Verteilte Systeme unserer Universität Anwendungsangepasste Betriebssysteme für die rechnergestützte Analyse biologischer Signale und ihre technische Anwendung.
Die Förderung reicht von Projekten in der Tumormedizin über Vorhaben in der Biotechnologie hin zu Arbeiten auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und der Gewässerforschung bis zur Analyse von schulischen und sozialen Problemen von Jugendlichen.
Zum einen werden Forschungsgruppen gefördert, denen es gelingt, zwischen Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung eine Brücke zu bauen. Zum anderen unterstützt das Kultusministerium innovative Ideen von kleinen Firmen, die in Forschungszentren, wie beispielsweise dem ZENIT, angesiedelt sind. Insgesamt soll die Wissenschaftslandschaft Sachsen-Anhalts durch derartige Fördermaßnahmen in ihrer Struktur gestärkt werden. Dass diese Rechnung aufzugehen scheint, zeigen u.a. die mehr als 80 Schutzrechtsanmeldungen, die aufgrund bisher geförderter Projekte in den vergangenen fünf Jahren vorgenommen wurden, oder die knapp 300 wissenschaftlichen Qualifikationen von Nachwuchswissenschaftlern sowie 900 Fachpublikationen.
Staatssekretär Dr. Wolfgang Eichler betonnte vor der Presse: "In Zeiten des globalen Wettbewerbs von Produkten und Dienstleistungen sowie des damit einhergehenden beschleunigten Strukturwandels in der Industrie und im Dienstleistungssektor spielen Forschung und Innovation eine immer wichtigere Rolle."